Blog - Der Titel

Der schwierige Weg der Titelfindung

Du kannst dir sicher vorstellen, dass der Titel eines Buches ganz besonders viel an Überlegungen und Abwägung erfordert. Ich hatte so viele Anforderungen an den Titel, dass ich irgendwann felsenfest davon überzeugt war, dies sei das erste Buch, das wirklich gar keinen Titel haben würde. Glaubst du nicht? Hier eine abgespeckte Version meiner Wünsche:    


Zunächst einmal sollte sich der Titel natürlich gut anhören. Er sollte außerdem kurz sein, vorzugsweise nur aus einem einzigen Wort bestehen, und das dann bitte auch noch in Englisch. Man sollte dieses Wort gut aussprechen können, gleichzeitig aber sollte es auch aussagekräftig sein. In jedem Fall musste es geschrieben supertoll aussehen – und einen deutschen Untertitel, bestehend aus nicht mehr als zwei Worten, wollte ich auch noch. Außerdem durften die rechtlichen Gegebenheiten keinesfalls vernachlässigt werden ...

Kurz gesagt: Es war wirklich, wirklich schwierig! Aber ich bin fest davon überzeugt, dass gerade das, was einfach und leicht aussieht, am schwersten und härtesten erarbeitet werden muss. Also begann die Arbeit, und das Ergebnis der Strapazen war: „Taintless – Blindes Vertrauen“!

 

Und? Was war denn nun für die Titelfindung nötig? Es waren Brainstorming-Sessions bis tief in die Nacht. Fluten von hin- und hergesendeten Vorschlägen via WhatsApp. Es gab lustige, schlechte und ganz gute Ideen. Es waren unzählige Telefonate und gut zehn Menschen und deren Meinungen nötig, bis der Titel gefunden war. Aber dann war es endlich geschafft! Naja ... ich war noch nicht vollends überzeugt. „Taintless“ war lange Zeit nicht in der engeren Auswahl. Es bedeutet ‚makellos’, was ich gut fand, aber es machte mich stutzig, dass es in einigen Wörterbüchern schlicht und einfach gar nicht auftauchte. Kurzerhand fragte ich zwei Muttersprachler: einen Engländer und einen Kanadier (das hört sich jetzt gerade wie ein billiger Witz an ... treffen sich ein Engländer, ein Kanadier und eine Deutsche ...). Sie klärten mich auf, dass es ein verstaubtes und kaum gebräuchliches Wort in der englischen Sprache sei. Der Engländer musste es sogar selbst nachschlagen und war entsprechend wenig begeistert. Ich aber dachte nur: Ist doch toll, dann hat er heute wenigstens etwas gelernt.

Der Kanadier, der das Wort auf Anhieb kannte, meinte jedenfalls: „Mhm ... Taintless ... mhmm ... yeah – that's kinda catchy!“ Da musste ich herzhaft lachen. Und in diesem Moment war die Entscheidung für „Taintless – Blindes Vertrauen“ gefallen. Heute bin ich hochzufrieden mit der Wortwahl. Ich finde „Taintless“ eingängig. Es lässt sich gut aussprechen und sieht auf dem Cover ganz wunderbar aus. Kurz gesagt: Es ist einfach ‚kinda catchy!“    

  


Blog - Das Cover

Die Seele des Buches

Der Weg zum fertigen Cover war ein extrem spannender Prozess. Für mich einer der aufregendsten Teile bei der Entstehung meines Buches. Warum? Weil ich finde, dass das Cover seine sichtbare Seele ist. 


Nehmen wir doch einmal folgendes Sprichwort: „Beurteile ein Buch nicht nach seinem Umschlag!“ Natürlich nickt man da erst einmal zustimmend. Wenn man allerdings länger darüber nachdenkt, gerät das Nicken ganz schnell ins Wanken und wird zu einem Kopfschütteln. Denn wir tun es alle: Wir beurteilen Bücher nach ihrem Einband. Und warum auch nicht? Schließlich ist genau das der erste Eindruck, ob wir wollen oder nicht. Mit nur einem Blick entstehen in unserem Kopf Bilder, Emotionen, Meinungen. 

 

Natürlich ist klar: Das Cover reißt den Inhalt nicht raus. Aber: Ein geniales Cover schafft Aufmerksamkeit. Und für den ersten Eindruck gibt es bekanntlich keine zweite Chance!

Mir war die Schwierigkeit der Covergestaltung durchaus bewusst – und ich habe die Thematik ernst genommen. Ich wollte nichts dem Zufall überlassen und habe mir unglaublich tolle Hilfe ins Boot geholt. Diese Entscheidung habe ich niemals bereut, denn die essenzielle Frage „Ist es gelungen, die Seele des Buches nach außen zu projizieren?“ kann ich heute eindeutig mit Ja beantworten: Ja, es ist geglückt! Die Düsterheit und die Leichtigkeit des Buches werden gleichermaßen eingefangen, ohne dass das Cover dabei überladen oder unästhetisch wirkt. Und zudem macht sich Summer auch ganz gut im Profil. Ich freue mich schon auf das Cover des 2. Bandes – aber bis dahin ist es ja leider noch etwas hin …    

 

Blog - Prolog

Prolog - "Taintless - Blindes Vertrauen"


Blog - Der Gedankenwechsel

Was macht ein gutes Buch aus?

Dein Hund steht ungeduldig mit seinem leeren Napf im Maul vor dir. Das schmutzige Geschirr von gestern liegt noch immer unangetastet in der Spüle. Anrufe werden nicht entgegengenommen und deine Freunde sind besorgt, weil du nicht mehr online bist. Du merkst nicht, dass es dunkel wird und schon sehr spät ist. Eigentlich musst du morgen früh raus. Die Augen fallen dir zu, aber du kämpfst gegen die Müdigkeit an, denn du willst wissen, wie es weitergeht – inhalierst fassungslos, was vor dir liegt: jedes Wort, jeden Satz, jeden Abschnitt, jedes Kapitel. Du hältst das Buch in der Hand, blätterst um, und die linke Seite wird langsam, aber sicher schwerer. Du blätterst weiter und spürst, dass das Ende nah ist. Dann ... die letzte Seite – du bist traurig! Du willst nicht, dass es vorbei ist. Du willst mehr davon, noch viel mehr! Also ... liest du es noch einmal ...

 

DAS ist für mich ein gutes Buch.

 

Ich habe aber auch noch einmal drei für mich wichtige Punkte aufgeführt, die beim Schreiben und Veröffentlichen eines Buches stimmen sollten: Das Cover, der Text und das Network. Diese Punkte werde ich in Zukunft noch einmal ausführlicher beschreiben, dennoch war es mir wichtig, bereits erste Einsichten mit dir zu teilen.

 

Cover

Der Weg zum fertigen Cover war ein extrem spannender Prozess. Für mich einer der aufregendsten Teile bei der Entstehung meines Buches. Warum? Weil ich finde, dass das Cover seine sichtbare Seele ist ...

Text

Oft werde ich gefragt, wie lange ich an meinem Buch geschrieben habe. Da ich ein strukturierter Mensch bin, habe ich nicht einfach den Laptop aufgeklappt und drauflosgetippt, stattdessen ...

Network

Wie bei vielem im Leben geht es auch beim Bücherschreiben darum, die richtigen Menschen um sich herum zu haben und ehrliches, unterstützendes Feedback zu bekommen. Was sollte bei einem Buchwerk an Unterstützern niemals fehlen? ...

 



Die Grundfrage

Die Buchveröffentlichung steht bevor

Alles begann mit einer Idee, die ich vor vielen Jahren aufschrieb. Doch das Thema wollte sich nicht verflüchtigen. Also kramte ich meine Notizen wieder hervor und schrieb. Ich schrieb und schrieb ... es fühlte sich an, als wollte mein Buch endlich verfasst werden. Insgesamt nahm ich mir zwei Monate, um die Geschichte und die Figuren zu kreieren und in ein realistisches Storyboard umzusetzen, und weitere acht Monate, um alles niederzuschreiben.


Und dann war es fertig – zumindest dachte ich das in diesem einen naiven Moment. Ich musste nämlich noch lernen, dass "fertig" nicht gleich fertig bedeutet. Aber in  diesem einen Moment dachte ich eben, dass es vollendet sei. Ich erinnere mich noch, wie zufrieden ich mit mir und meiner Leistung war: Ich hatte ein Buch geschrieben – einfach klasse! Ich druckte es also aus, las es noch einmal durch, applaudierte mir selbst und brachte den Stapel Papier mit vor Stolz geschwellter Brust und einem seligen Grinsen im Gesicht hinauf auf den Dachboden. Dort sollte er für immer liegen bleiben.

 

Und eigentlich wäre hier auch das Ende der Story gewesen ...

 

Gäbe es da nicht Marion, meine beste Freundin. Sie wollte es lesen. Und damit fing alles an. Sie war die allererste Leserin und der allererste Fan. Und mit ihrer Zuversicht wuchs auch meine.

 

Als ich dann eines Morgens die Augen aufschlug, wusste ich, was zu tun war: Das Buch wollte tatsächlich mehr als bloß auf dem Dachboden verstauben. Es wollte hinaus in die Welt. Also tat ich alles, was getan werden musste, um ihm auf die Beine zu helfen – allen Widrigkeiten zum Trotz. Als blutige Anfängerin robbt man eben erst einmal eine ganze lange Weile auf dem Boden herum, dann beginnt man zu krabbeln und kommt auf die Knie – dann der Meilenstein: Man steht, wackelig, aber man steht.

 

Momentan mache ich die ersten, zaghaften Schritte. Seit diesem Augenblick, das ist mir klar, liegt es nicht mehr in meiner Hand.

 

Ich kann nichts mehr tun, ich habe Summer aufgeholfen, aber laufen muss sie jetzt allein!