BLOG - Die Grundfrage

Die Buchveröffentlichung steht bevor

Alles begann mit einer Idee, die ich vor vielen Jahren aufschrieb. Doch das Thema wollte sich nicht verflüchtigen. Also kramte ich meine Notizen wieder hervor und schrieb. Ich schrieb und schrieb ... es fühlte sich an, als wollte mein Buch endlich verfasst werden. Insgesamt nahm ich mir zwei Monate, um die Geschichte und die Figuren zu kreieren und in ein realistisches Storyboard umzusetzen, und weitere acht Monate, um alles niederzuschreiben.


Und dann war es fertig – zumindest dachte ich das in diesem einen naiven Moment. Ich musste nämlich noch lernen, dass "fertig" nicht gleich fertig bedeutet. Aber in  diesem einen Moment dachte ich eben, dass es vollendet sei. Ich erinnere mich noch, wie zufrieden ich mit mir und meiner Leistung war: Ich hatte ein Buch geschrieben – einfach klasse! Ich druckte es also aus, las es noch einmal durch, applaudierte mir selbst und brachte den Stapel Papier mit vor Stolz geschwellter Brust und einem seligen Grinsen im Gesicht hinauf auf den Dachboden. Dort sollte er für immer liegen bleiben.

 

Und eigentlich wäre hier auch das Ende der Story gewesen ...

 

Gäbe es da nicht Marion, meine beste Freundin. Sie wollte es lesen. Und damit fing alles an. Sie war die allererste Leserin und der allererste Fan. Und mit ihrer Zuversicht wuchs auch meine.

 

Als ich dann eines Morgens die Augen aufschlug, wusste ich, was zu tun war: Das Buch wollte tatsächlich mehr als bloß auf dem Dachboden verstauben. Es wollte hinaus in die Welt. Also tat ich alles, was getan werden musste, um ihm auf die Beine zu helfen – allen Widrigkeiten zum Trotz. Als blutige Anfängerin robbt man eben erst einmal eine ganze lange Weile auf dem Boden herum, dann beginnt man zu krabbeln und kommt auf die Knie – dann der Meilenstein: Man steht, wackelig, aber man steht.

 

Momentan mache ich die ersten, zaghaften Schritte. Seit diesem Augenblick, das ist mir klar, liegt es nicht mehr in meiner Hand.

 

Ich kann nichts mehr tun, ich habe Summer aufgeholfen, aber laufen muss sie jetzt allein!